In einem schönen Garten wächst eine bessere Welt!

Eine „Neue Mitte“ für Sandow

Architekturstudenten der FH-Lausitz haben sich am EU-Forschungsprojektes „Landscape Choreography“ beteiligt und können nun, ihre Idee eines „Mitmach-Gartens“, so titelte am vergangenen Mittwoch (24.4) die Lausitzer Rundschau, umsetzen. Die Brachfläche in Sandow, zwischen Elisabeth-Wolf-Straße und Spree soll zu einem grünen Ort der Begegnung werden. Die Studentengruppe stellt sich dabei einen „Generationsgarten“ vor, der von den umliegenden Anwohnern und auch Pflegeeinrichtungen mitgestaltet werden kann.

Unser zukünftiges Schulgebäude wird in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem 10 000 Quadratmeter großen Areal liegen. Die Projektleiterin der Studentengruppe, Isabel Rettig stellte bei der Wettbewerbspräsentation am 9.04 die Idee des Gartens vor. Dabei hatte sie von unserem Gymnasium Unterstützung erhalten. Die Schülerin Grata Grüning hat sich in den Osterferien Gedanken gemacht, wie ihr Wunschgarten aussehen könnte. Ihre Bleistiftgrafik „Brücke“ wurde von der Studentengruppe aufgegriffen und der internationalen Wettbewerbsjury präsentiert. Diese Jury setzte sich zusammen aus Prof. Ippolita Nicotera – Professur Städtebau, Prof. Ilija Vukorep – Professur Digitales Entwerfen, Elisa Serra – Landschaftsplanerin an der Leibniz Universität Hannover, Manuela Milicia – Architektin aus dem Studio LOV in Berlin und Emanuele Braga – Baletto Civile in Taranto (Projektleitung, Landscape Choreography).
Aus insgesamt sechs Wettbewerbsbeiträgen der Masterstudenten der FH-Lausitz wurde -etwas unerwartet- der „Mitmach-Garten“ ausgewählt.

Unsere Schule aber auch die angrenzenden Einrichtung sind nun gespannt auf die Belebung der noch ziemlich trostlosen Fläche. Am Donnerstag, den 2. Mai wird unsere Schule bei einer öffentlichen Aktion, zu dieser auch Anwohner und Bewohner der angrenzenden Pflegeeinrichtungen eingeladen sind, den zukünftigen Garten erobern und gemeinsam erste Impulse setzen.

Claudia Sobotta

Luftballons für Sandows neue Mitte

Die Gewinner des EU-Forschungsprojektes „Landscape Choreography“ starteten mit einer bunten „Mach mit!“-Aktion ihr „Gartenbauprojekt“.
Eine runde Agora aus Getränkekisten bildete dabei eine Mitte, die von den Schülern des Evangelischen Gymnasiums, Jungendlichen vom Sandowkahn und Senioren aus dem Pflegeeinrichtungen Sanzeberg und dem Seniorenwohnpark als Sitzgelegenheit genutzt wurden. Professorin für Städtebau Ippolita Nicotera begrüßte die versammelten Anwohner und Schüler und lud sie ein, diese Fläche mitzugestalten. Die Leiterin der Projektgruppe Isabel Rettig stellte die Idee des Projektes vor und zeigte neben Entwürfen der Studentengruppe auch Zeichnungen von Kindern aus dem Sandowkahn und der Schülerin Greta Grüning, die bereits im Wettbewerb gezeigt wurden.
In einer Wunschbox wurden die im Vorfeld verteilten Postkarten mit den Wünschen der Anwohner eingesammelt. Im Anschluss wurden SEED-BALLs, kleine Erdbälle mit Pflanzensamen, aus der runden Kreisform heraus in Richtung Spree geworfen. In der Hoffnung auf eine blühende Sommerwiese. Bei einem anschließenden Picknick kamen die Schüler, Studenten der FH-Lausitz sowie die Anwohner ins Gespräch und tauschten Gestaltungsideen aus. Vom Blumengarten über eine Sonnenuhr bis hin zu einer Theaterbühne war alles dabei. Den Abschluss bildeten leuchtend rote Luftballons, an denen neue Ideen für dieses gemeinsam eroberte Stückchen Land gehängt wurden. Vielleicht gehen ein paar Wünsche in Erfüllung.